Was man im Golfschwung fühlt und was man tatsächlich tut, liegt oft weit auseinander. Fast jeder, der sich zum ersten Mal von hinten filmt, ist überrascht. Ein Smartphone-Video ist deshalb das einfachste Werkzeug, um besser zu werden. Mit einer KI-Analyse wird daraus mehr als ein Video: eine Auswertung, die zeigt, woran Sie zuerst arbeiten sollten.

Hier ist, wie Sie richtig filmen, was eine Schwunganalyse prüft und wie Sie das Ergebnis nutzen.

Richtig filmen: die zwei Perspektiven

Es gibt zwei Standardperspektiven, und beide zeigen andere Fehler:

  • Face-On, also frontal: Die Kamera steht Ihnen gegenüber. Man sieht Stand, Gewichtsverlagerung, seitliche Bewegungen des Kopfes und der Hüfte und den Treffmoment.
  • Down the Line, also von hinten: Die Kamera steht hinter Ihnen auf der Ziellinie. Man sieht die Schwungebene, den Rückenwinkel und ob der Schläger von außen oder innen kommt.

Für beide gilt:

  1. Auf Hüfthöhe, auf einem Stativ oder ans Bag gelehnt.
  2. 2 bis 3 Meter Abstand. Näher schneidet den Schläger am Top ab, weiter weg werden Sie zu klein.
  3. Kopf bis Füße und der ganze Schläger im Bild.
  4. Helles Licht und ein ruhiger Hintergrund.
  5. Jede Session derselbe Platz und Abstand, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.

Die sechs Schwungphasen

Eine Analyse zerlegt den Schwung zuerst in Phasen, weil jeder Fehler zu einem bestimmten Moment gehört. Der DeepSwing-Coach erkennt sechs Phasen automatisch:

Phase Worauf es ankommt
Ansprechen Standbreite, Haltung, Rückenwinkel, Ballposition
Rückschwung Schwungebene, Drehung von Schultern und Hüfte
Top Position von Armen und Schläger, Rückenwinkel gehalten
Abschwung Reihenfolge der Bewegung, Weg des Schlägers
Treffmoment Hände vor dem Ball, Schaftneigung, Hüfte offen
Finish Balance, Gewicht auf dem vorderen Bein

Was die 30 Checks prüfen

Pro Schwung prüft DeepSwing 30 biomechanische Punkte. Sie lassen sich in fünf Gruppen ordnen:

  • Haltung: Standbreite, ob der Rückenwinkel vom Top über den Abschwung bis zum Treffmoment stabil bleibt, frühes Aufrichten.
  • Kopf und Balance: Kopfbewegung, seitliches Ausweichen der Hüfte, Zurückfallen auf das hintere Bein, Reverse Spine.
  • Arme und Hände: Haltung des führenden Arms, frühes Auslösen der Handgelenke, Schaftneigung im Treffmoment, Tiefe der Hände, angewinkelter Arm nach dem Treffer.
  • Drehung: Hüftdrehung, Gewichtsverlagerung, Schulterneigung und Schwungebene, Schläger von außen nach innen.
  • Tempo: das Verhältnis von Rückschwung zu Abschwung. Viele gute Spieler liegen bei etwa 3 zu 1.

Entscheidend ist nicht, wie viele Checks rot sind, sondern welcher zuerst kommt. Der Coach nennt deshalb zuerst die Korrektur, die am meisten bringt, mit einer Erklärung und passenden Übungen.

Golfer auf der Range im Rückschwung, der Weg des Schlägerkopfs als farbige Spur eingezeichnet
Die Spur des Schlägerkopfs zeigt, ob der Schläger auf der Ebene bleibt.

Schwungebene und Schlägerkopf-Spur

Für die Schwungebene braucht es mehr als den Körper. DeepSwing findet den Schlägerkopf in jedem Bild mit einem eigenen Erkennungsmodell und zeichnet seinen Weg als Spur ins Video. Daran sehen Sie, ob der Schläger im Rückschwung zu steil oder zu flach geht und ob er im Abschwung von außen kommt. Wie die Erkennung funktioniert, beschreiben wir auf der Seite zur Schlägerkopf-Erkennung, die Körperseite auf der Seite zum Körper-Tracking.

DeepSwing Swingplane-Training von hinten mit Eisen: Rückenwinkel 49 Grad und Stand werden live geprüft
Live-Training von hinten: Rückenwinkel und Stand werden schon vor dem Schwung geprüft.

Live-Coach: Feedback während des Übens

Nicht jeder will nach jedem Schwung aufs Handy schauen. Der Live-Coach prüft die Position schon vor dem Schwung, etwa Rückenwinkel und Stand, und gibt danach gesprochenes Feedback. Ein 3D-Referenzschwung lässt sich als Geist über das eigene Bild legen. So bleibt der Blick beim Ball.

Vergleichen statt raten

Der größte Fortschritt entsteht durch Vergleich: zwei Schwünge nebeneinander, zum Beispiel vor und nach einer Übung oder ein guter gegen einen schlechten Schlag. Kombiniert mit dem Launch Monitor sehen Sie zu jedem Schwung auch, was der Ball gemacht hat. Ein zweites Handy kann dafür den Schwung filmen, während das erste den Ball misst. Was die Ballwerte bedeuten, steht in Launch-Monitor-Werte erklärt.

Datenschutz: das Video bleibt auf dem Handy

Die Analyse läuft auf dem Gerät. Schwungvideos verlassen das Smartphone dafür nicht, hochgeladen wird nur, was Sie bewusst in der Community teilen. Warum wir KI so bauen, steht in On-Device statt Cloud.

Häufige Fragen

Welche Perspektive ist besser, frontal oder von hinten?

Beide ergänzen sich. Frontal sieht man Gewichtsverlagerung und Kopfbewegung, von hinten Schwungebene und Rückenwinkel. Für den Anfang reicht eine Perspektive, die Sie jedes Mal gleich filmen.

Wie weit muss das Handy weg stehen?

2 bis 3 Meter, auf Hüfthöhe. Kopf, Füße und der ganze Schläger müssen im Bild sein.

Wie viel kostet die Schwunganalyse?

Die erste Analyse ist gratis. Danach kostet der Coach 9,99 € im Monat, 59,99 € im Jahr oder 149,99 € einmalig.

Werden meine Videos hochgeladen?

Nein, die Analyse läuft auf dem Smartphone. Hochgeladen wird nur, was Sie selbst in der Community teilen.

Den eigenen Schwung analysieren: DeepSwing mit KI-Coach, die erste Analyse ist gratis.